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für Diabetiker Typ2 ohne Insulin

Stellungnahme Teststreifenverordnung des VDGH


Der VDGH (Verband der Diagnostika-Industire) hat am 15. Januar 2015 erneut eine Stellungnahme veröffentlicht.

Diese Veröffentlichung finden sie hier zum Lesen und Ausdrucken [75 KB] .

Sie benötigen für beides den Adobe-Reader, hier ist der Link für den Download.

Thema: Teststreifenverordnung


Oliver Ebert, Rechtsanwalt, hat eine offizielle Anfrage zum Thema "Verordnung von Blutzuckerteststreifen" und "Verordnungsmengen" für Typ 2- und Typ1-Diabetiker gemacht. Die interessante Antwort der KV Westfalen-Lippe finden sie hier:

Link zum Artikel aus dem Diabetes-Journal Ausgabe April 2014

Und hier finden sie den Link zu der Anfrage von Oliver Ebert. Wenn sie den Link angeklickt haben, finden sie rechts die Originalschreiben von Oliver Ebert und das Antwortschreiben der KV zum Download.



Hier lesen sie, was im Jahr 2011 zu diesem Thema veröffentlicht worden ist. Dem Arzt ist es nach wie vor möglich, einem Typ2-Diabetiker in angemessenem Rahmen Teststreifen zu verordnen! Der Beschluss des Gesundheitsministeriums ist seit 1. Oktober 2011 in Kraft.

Merkblätter zum Download

finden sie auf dieser Seite ganz unten. Lesen sie die Stellungnahme der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) und DDE (diabetesDE), oder des VDGH (Verband der Diagnostika-Industrie e.V.).


Ein Arzt kann folgende Möglichkeiten nutzen, und weiterhin Blutzuckerteststreifen verordnen:
"...bei instabiler Stoffwechsellage. Diese kann gegeben sein bei interkurrenten (interkurrent = dazukommend - der Verfassser des Textes) Erkrankungen, Ersteinstellung auf oder Therapieumstellung bei oralen Anitdiabetika, u.a. auch solche mit hohem Hypoglykämierisiko (grundsätzlich je Behandlungssituation bis zu 50 Teststreifen, wenn ein orales Antidiabetikum verordnet wird, in dessen Fachinformation die Selbstkontrolle vorgesehen ist, können ebenfalls weiterhin Teststreifen verordnet werden).
Auch erhöhte Langzeitzuckerwerte rechtfertigen eine Verordnung, um beurteilen zu können, wann überhaupt die Werte erhöht sind. Dazu soll am besten eine 4-Punkt-Tagesprofilmessung erfolgen, am besten an 3 aufeinanderfolgende Tagen.



Unbestritten ist, dass Blutzuckerteststreifen Geld kosten. Schon vor mehreren Jahren hat sich deshalb das IQWiG - Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen mit der Frage beschäftigt, ob es Sinn macht, einem Typ2-Diabetiker Blutzuckertestsreifen zur Selbstmessung auf Rezept zu verordnen.
Das Fazit des am 14.10.2009 veröffentlichen Abschlussberichtes war, "Weder für die Blutzuckerselbstmessung noch für die Urinzuckerselbstmessung gibt es einen Beleg des Nutzens bei Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus, die nicht mit Insulin behandelt werden. Es gibt keinen Beleg für einen Zusatznutzen der Blutzuckerselbstmessung gegenüber der Urinzuckerselbstmessung oder umgekehrt. Zur Urinzuckerselbstmessung fanden sich keine relevanten, ausreichend transparent berichtende Studien".
Dieser Bericht (die Kurzfassung finden sie hier: www.iqwig.de) wurde im April 2010 an den Gemeinsamen Bundesausschuss (GB-A) weitergereicht und dort beraten. Der endgültige Beschluss des Gesundheitsministeriums wurde am 16. Juni im Bundesanzeiger veröffentlicht, und trat am 1. Oktober 2011 in Kraft.
Den Text zur Verordnungseinschränkung finden sie hier.

Unserer Meinung nach wurde in aktuellen Studien bewiesen, dass eine Blutzuckerselbstmessung bei Typ2-Diabetes Sinn macht, vorausgesetzt, der Betroffene geht verantwortungsvoll mit seinen Streifen um, und misst statt sieben Nüchternblutzucker pro Woche dann eben sinnvolle Tagesprofile, zum Beispiel mit 4 oder 7 Messungen pro Tag, aber eben nur einmal pro Woche.
Entsprechende Vorträge haben wir schon seit langer Zeit in unserer Selbsthilfegruppe angeboten.

Eine neue, im Februar 2011 veröffentlichte Studie (http://care.diabetesjournals.org, STep-Studie) zeigt klar auf, dass Patienten (nach einem Jahr) mit strukturierter Messung und Wertevisualisierung ein um 0,5% besseres Langzeitzuckerergebnis bringen als solche, die eben nicht strukturiert messen, und das ohne Therapieänderung!!
Diese wissenschaftliche Studie lief 1 Jahr, in zwei Gruppen mit 483 Diabetikern Typ2 ohne Insulin. Interessant: in der einen Gruppe wurden pro Quatal an drei aufeinander folgenden Tagen gerade mal ein jeweils 7-Punkt-Tagesprofil (strukturiert...) gemessen, die Werte jeweils zusammen mit dem/der Betroffenen visualisiert. In der zweiten Gruppe wurde das strukturierte Messen mit Visualisierung nicht durchgeführt.

Merkblatt DDG und DDE

und hier gehts zum Download des Merkblattes [307 KB] .

Merkblatt VDGH

und hier gehts zum Download des Merkblattes [163 KB] .

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