Sie sind hier: Startseite > Vereinsgeschehen > Gruppe Insulinpumpen

Insulinpumpen Gruppe

Nächster Termin - nächstes Treffen:


steht noch nicht fest, wahrscheinlich nach der Sommerpause.


Kontakte zu Menschen mit Diabetes, die eine Insulinpumpe benutzen, haben dazu beigetragen, eine Gruppe ins Leben zu rufen, die sich speziell mit diesem Thema auseinandersetzt.
Die Vorsitzende der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Kreis Sigmaringen e.V., Gudrun Schindler, und Doris Dunse aus Mengen, haben das erste Treffen vorbereitet. Unterstützt von Vera Romeu, Schwäbische Zeitung, die einen Artikel dazu geschrieben hat, trafen sich 18 Interessierte am 15. Februar 2011 in Mengen.
Nachfolgend lesen sie den Artikel aus der Schwäbischen Zeitung:


Insulinpumpenträger haben jetzt eine eigene Gruppe


Kreisweit bildet sich eine neue Runde, in der sich Diabetiker, die eine Insulinpumpe tragen, über Erfahrungen austauschen

Von Vera Romeu

MENGEN Das erste Treffen der Diabetiker, die eine Insulinpumpe tragen oder sich dafür interessieren, hat eine gute Resonanz gehabt. Es gibt zwei Typen von Diabetes: beim Typ 1 produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, diese Diabetiker müssen ihrem Körper lebenslänglich und kontinuierlich Insulin zuführen. Beim Typ 2 hat die Erkrankung mit Übergewicht, Ernährung und Vererbung zu tun, da kann man mit Bewegung und Medikamenten eine Besserung erreichen.

Die Insulinpumpen ermöglichen dem Träger trotz der Krankheit einen relativ normalen Alltag zu gestalten und beruflich unauffällig und geregelt zu wirken. Die Pumpe führt dem Körper automatisch die Grundmenge an Insulin, die er braucht, zu. Vor der Mahlzeit muss der Träger den Blutzucker messen, dann einschätzen, wie viele Broteinheiten er zu sich nehmen wird. Diesen Wert gibt er in den Rechnerteil des Blutzuckermessgerätes ein, das dann die Insulinmenge errechnet und per Bluetooth an die Pumpe übermittelt.

Gudrun Schindler, selbst Pumpenträgerin, leitet die Diabetiker Selbsthilfegruppe Kreis Sigmaringen. Im Landkreis gibt es sechs örtliche Selbsthilfegruppen, die in der Kreisgruppe miteinander verbunden sind. Im Restaurant Aragosta trafen sich die Interessierten, die eine eigene Kreisgruppe für die Träger von Insulinpumpen gründen wollen. Mengen hat den Vorteil, dass es schon aktive Diabetiker gibt und der Ort zentral im Landkreis liegt.

„Die Pumpenträger haben eigene Gesprächsthemen und Probleme“, erklärt Schindler. Da gibt es das Thema Diabetes und Schwangerschaft oder Diabetes und Beruf. Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, dass ich Diabetiker bin? Aber was dann, wenn ich einen Unterzucker bekomme und keiner Bescheid weiß? Sport ist für Pumpenträger ein eigenes Feld, weil hier die Menge Insulin reduziert werden muss.

Nicht alle Ärzte kennen sich gut im Bereich der Pumpen aus. Wie geht man bei Fernreisen mit der Zeitverschiebung und Mahlzeiten um? Was gibt es Neues auf dem Markt? Wie gut sind die neuen Sensoren, die das Messen des Blutzuckers ersparen? „Das sind alles Themen, die wichtig sind und regelmäßig besprochen werden sollten“, erklärte Schindler, die es begrüßt, dass sich eine eigene Gruppe bildet. Doch empfiehlt sie auch, Geduld zu haben, denn eine solche Gruppe kann sich nur langsam entwickeln. Es muss sich unter den Interessierten und Betroffenen erst herumsprechen, dass es sie gibt, und dass ein Erfahrungsaustausch untereinander durchaus Sinn macht.

(Erschienen: 15.02.2011 21:40)

Hier ist der Link zum Originalartikel!

 

nach oben